Konzertbericht

Wisborg – Album Release Show

Am 14.06.2024 lud die Berliner Goth-Rock-Kombo „Wisborg“ zu einem besonderen Abend in die
Subkultur Hannover: Anlässlich der Veröffentlichung ihres neusten Albums „Wisborg“ widmete die
Band dem Longplayer einen kompletten Abend und spielte sämtliche Songs der Platte live – mitsamt einem kleinen Best-of Set.
Als Support heizten The Fright dem Publikum mit einem kurzweiligen und rockigen Set ordentlich ein und machten den unverhältnismäßig langen Einlass von über 2 Stunden – für eine knapp 200 Personen fassende Location – schnell vergessen. Mit einer bunten Mischung aus ihren 3 neueren
Alben präsentierte die Leipziger Band rund um Frontmann Lon Fright ihren „Horrock’n’Roll“, obgleich
sich „Oblivion“ (im Original mit The 69 Eyes Sänger Jyrki69) an diesem Abend als Publikumsliebling entpuppte. Das The Fright eine unterhaltsame Liveshow abliefern können, haben sie an diesem Abend definitiv unter Beweis gestellt und man darf gespannt sein, wie die Reise der Band weitergeht.

Nach einer kurzen Umbauphase betraten Konstantun Michaely, Nikolas Eckstein, Peter Thiele und Luc
Lacroix mit einer Stunde Verspätung schließlich die Bühne. Kaum erklangen die ersten Takte des
Openers „Im Freien Fall“ (im Original mit Lord of the Lost Frontmann Chris Harms), feierte die ausverkaufte Subkultur die vier Berliner und ihren neusten Release. Während sich das Album nicht
nur optisch von seinen Vorgängern unterscheidet, hat das ursprüngliche Duo nun den Sprung zum Quartett geschafft und mit „Wisborg“ den ersten Longplayer komplett in deutscher Sprache veröffentlicht.

Im Verlauf des Abends spielte die Band alle Songs des Albums in chronologischer Reihenfolge durch, zahlreiche Live-Premieren der Songs inklusive. Während mit „Berlin“ ein Lied der Heimat der Kombo gewidmet ist, agierte Frontmann Michaely immer wieder mit dem Publikum oder
richtete sein Mikro zu den mitsingenden Fans. Eckstein, der nicht nur mit Gitarre und Synths mehrere Instrumente an diesem Abend bediente, ließ es sich nicht nehmen, einmal Stagediving auszutesten und sich auf Händen durch die Subkultur tragen zu lassen. Zum Song „Exitus“ holte die Band mit Chris North den „The Fright“ Gitarristen zurück auf die Bühne, der diesmal jedoch seine Gesangsfähigkeiten unter Beweis stellte und gemeinsam mit dem Headliner die Bühne rockte.

Als Zugabe hatte die Band ein kleines Best-of Set vorbereitet und lieferte mit „I Believe In Nothing“, „Perfume & Cigarettes“, sowie „Spirits That I Called“ nicht nur die ersten englischsprachigen Songs des Abends, sondern auch 3 Publikumslieblinge, die lautstark gewürdigt wurden.
Wisborg wollten diesen besonderen Abend jedoch nicht wie jedes andere Konzert beenden, sondern mit einem besonderen Song und ließen es sich nicht nehmen, einen Rückblick auf die Bandgeschichte zu geben: Kaum ein Song war fertig, als die Band ihren allerersten Aufritt bestritt – in der Subkultur.
Um daran zu erinnern und einen Bogen zu schlagen, lieferten sie als Finale „Becoming Caligari“ und
ließen sich noch einmal lautstark vom Publikum feiern.

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